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Bericht

Kunstrecht - Münchner Oberbürgermeister lehnt eine Einschaltung der Limbach-Kommission zu Klees "Sumpflegende" ab.

15.09.2010

Die Vorsitzende der "Beratenden Kommission für die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter", die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Frau Prof. Dr. Jutta Limbach, hatte den Münchner Oberbürgermeister Ude nach Antragstellung durch die Erben Lissitzky-Küppers im Juni 2010 aufgefordert, die Rückgabe der  "Sumpflegende" vor der "Beratenden Kommission" zu verhandeln. Das Gemälde von Paul Klee hängt im Lenbachhaus. Es wird von den Erben der Sophie Lissitzky-Küppers beansprucht, der das Bild gehört hatte, bevor es von den Nationalsozialisten 1937 als sogenannte "entartete Kunst" weggenommen worden war. Das Reichspropagandaministerium hatte 1938 festgestellt, eine Beschlagnahme des Werkes habe nach dem Gesetz zur entarteten Kunst nicht erfolgen können. Denn dieses Gesetz war auf Sophie Lissitzky-Küppers wegen ihrer russischen Staatsangehörigkeit nicht anwendbar. Eine Rückgabe sei wohl nicht vorgesehen - wie in anderen Fällen -, vielmehr sei für die Sowietrussin ein "Sonderlösung" zu finden, so das Reichspropagandaministerium. 

Oberbürgermeister Ude hat eine Verhandlung des Falles vor der "Beratenden Kommission" abgelehnt.

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